Coca Cola
Can’t beat the feeling

5 Marken-Prinzipien, die Ihr von Coca-Cola lernen könnt.

Nimmt man das Produkt genau unter die Lupe, dann ist es nur eine gewöhnliche braune Brause versehen mit einer unter Verschluss gehaltenen Rezeptur.
Doch Coca-Cola hat uns eines Besseren belehrt: Diese Brause ist deutlich mehr! Eine Marke, die ein unverwechselbares Bild in der Vorstellungswelt der
Menschen schafft. Ein Bild, das durch Assoziationen, Eindrücke  und Erlebnisse im Kontakt mit der Marke entsteht. Wenn Assoziationen den Geschmackssinn
überlisten, dann habt Ihr eine echte Marke geschaffen.

Deshalb merkt Euch: Business findet  in den Köpfen der Menschen statt.

Den Beweis lieferte der weltbekannte und ziemlich aufsehenerregende Pepsi-Blindtest. 2003 wurde in einer Studie des Baylor-Colleges, Houston an
Testpersonen Pepsi und Coca-Cola blind verkostet. Während des Verzehrs wurden jeweils die Hirnaktivitäten in einem Kernspintomografen gemessen.
Und siehe da: Ohne Kenntnis der Marke schienen sich die beiden braunen Brausen geschmacklich kaum zu unterscheiden. Pepsi lag mit 51 Prozent geschmacklich
sogar leicht vor seiner braun-sprudelnden Konkurrenz. Doch dann kam der erstaunliche Effekt: Die Vorliebe für Pepsi wurde in dem Moment erschüttert,
als den Testpersonen der Markennamen mitgeliefert wurde: Plötzlich schmeckte 63 Prozent der Testpersonen die Marke Coca-Cola und nur noch
23 Prozent die Marke Pepsi besser.

Ein Beispiel, das Euch zeigt: Marken finden im Kopf statt. Denn die Brause selbst macht nicht den Unterschied. Und über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten.
Hier findet Wertschöpfung dank einer Marke statt: Emotionen, die sich im Gehirn der Menschen auf die gesamte Produktpalette übertragen.

Diese 5 Marken-Prinzipien könnt Ihr von Coca-Cola lernen!

Coca Cola 5 Prinzipien
1. Nehmt Eure Marke genauso stark in den Fokus wie Euer Produkt.

Es sind nicht ausschließlich die Produkteigenschaften, die die ‚Coke‘ im wahrsten Sinne des Wortes schmackhafter macht. Es sind die Assoziationen.
In der Psychologie beschreibt ‚Assoziation‘ das Phänomen, dass mehrere ursprünglich isolierte Wahrnehmungen oder Emotionen schon beim Auftreten
eines Elementes miteinander verknüpft werden. Kurz und gut: Die Marke.

Genauso ist es fast in jedem Business: Produkte lassen sich in vielen Fällen kaum voneinander unterscheiden. Egal ob Getränke, Klamotten, Sportschuhe,
Kaffeemaschinen oder sogar Autos. Den Unterschied macht am Ende häufig die Marke.

Wenn Euch das gelingt, werdet Ihr Euren Umsatz steigern. Denn: Menschen wollen ein gutes Gefühl.

2. Verbindet überzeugende Emotionen mit Eurer Marke.

Schaut, inwiefern Ihr mit Eurer Marke die Gefühlswelten Eurer Kund*innen positiv in Schwingung versetzen könnt. Denn in den meisten Fällen verleiten positive
Assoziationen, ein angenehmer Lifestyle, eine überzeugende Botschaft oder angenehme Erinnerungen dazu, ein Produkt zu kaufen – oder auch nicht!
Die Wirkung vieler Produkte ist ohnehin häufig mehr oder weniger austauschbar.

3. Schafft Kontinuität durch EUREN Markenkern.

Macht es wie Coca Cola: Findet den Markenkern, eure Corporate Identity! Verbindet all dies mit Werten, Haltung und Zeitgeist. Überführt diese strategischen
Markenelemente in ein starkes Corporate Design mit Logo, unverwechselbaren Farben und Bildsprache. Kennt Eure Zielgruppen und deren Bedürfnisse
und lasst diesen‚ Marken-Booster‘ ins Herz Eurer Kund*innen gehen und dort wirken. Kampagnen können dann auf dem Markenkern aufbauen
und schaffen wie bei Coca-Cola den Griff zu Eurem Produkt.

4. Lasst Eure Marke mit allen Sinnen erleben.

Da kommt er durch die Lande, fährt mit seinem beleuchteten Truck durch eine magische Schneelandschaft. Glückliche Erinnerungen machen sich
bei vielen von uns im Herzen und im Kopf breit: Erinnerungen an Winter und den kindlichen Glauben an den Weihnachtsmann, mit seinem freundlichen
Gesichtsausdruck, dem weißen Bart und – selbstverständlich in echtem Coca-Cola Rot. Kopfkino. Emotionen. Markenassoziationen. Markenimage.
Ein unvergleichlicher Jingle, eine einprägsame Handbewegung, eine berührende Story, ein Duft oder Assoziationen dazu…Eurer Fantasie sind
keine Grenzen gesetzt, alle Sinne Eurer Kund*innen anzusprechen. 

5. Schafft Relevanz durch Haltung und Werte.

Und nun – gerade in der heutigen Welt, die durch ‚Fridays for Future‘, WIR-Gefühl und globale Verantwortung bewegt wird – nach meinem Dafürhalten
DIE Markenaufgabe im Unternehmenskontext schlechthin: Haltung und Werte! Wie macht es Coca Cola? Seit Beginn an veröffentlicht das Unternehmen viel
beachtete gesellschaftliche Statements: Aktuell werben sie mit einer Haltungskampagne für Offenheit und gegenseitiges Verständnis und thematisieren in den
sozialen Medien die fehlende Empathie in der Gesellschaft. Can’t beat the feeling.

Denkt dran: It’s all in you! Eure Sybille

Sybille Teyke

Sybille Teyke ist strategische Markenexpertin, Persönlichkeitscoach und Bewegerin. It’s all in you ist ihre ganz besondere Philosophie: Zuhören, Verstehen, Weiterdenken! Insbesondere in Unternehmen sind es die Menschen, mit ihren Bedürfnissen, Emotionen, Ambitionen, Kompetenzen und Persönlichkeiten, die das Gefüge ‚Unternehmen‘ zusammenhalten und bewegen.